Meldung

26. November 2011

„Zug der Erinnerung“ unterstützen!

Der „Zug der Erinnerung“ ist eine fahrende Ausstellung zu den Opfern der Deportationen durch die Reichsbahn während der NS-Diktatur. Die Ausstellung zeigt unter anderem Andenken, die an Familienalben erinnern. Die beispielhaften Biographien der Opfer fordern zum Gedenken auf und vermittelten die implizite Aufforderung, gegen die Triebfedern der Verfolgung (Rassismus, Antisemitismus und nationalistische Ideologien) deutlich Stellung zu beziehen.

Seit 2007 fährt der „Zug der Erinnerung“ durch Deutschland und Polen, hat an 136 Bahnhöfen gehalten und 420 000 Besucherinnen und Besucher erreicht. Das Projekt finanziert sich aus Spenden dieser Besucher und wird nicht von der Deutschen Bahn unterstützt. Deshalb geht ein Großteil der Spenden an die DB für die Nutzung der Schienenwege. Es ist unverständlich, warum die Deutsche Bahn, als Unternehmen in öffentlicher Hand diesen Teil zur Aufarbeitung und zum Gedenken an die Greueltaten der Nationalsozialisten und der Reichsbahn nicht leisten will.

Daher unterstützen wir die Petition des Vereins „Zug der Erinnerung“, die an die Mitglieder des Deutschen Bundestags appelliert, für die umgehende Kostenbefreiung der Fahrten des Gedenkzuges und eine vollständige Rückzahlung der bisherigen Ausgaben zu sorgen. Jetzt Petition mitzeichnen und die Deutsche Bahn nicht aus der Verantwortung lassen!