Meldung

16. Dezember 2011

Berliner Erklärung mitzeichnen!

Zur Initiative eines breiten, parteiübergreifenden Bündnisses für eine verbindliche Frauenquote in Aufsichtsräten deutscher Unternehmen erklärt Veith Lemmen, Landesvorsitzender der NRW Jusos:

„Wir NRW Jusos unterstützen die Forderung nach einer gesetzlich festgeschrieben Frauenquote in den Aufsichtsräten der börsennotierten, mitbestimmungspflichtigen und öffentlichen Unternehmen und rufen zum Unterzeichnen der ‚Berliner Erklärung‘ auf. Allerdings muss klar sein, dass dies nur ein erster Schritt ist, dem viele weitere folgen müssen. Mittelfristig ist eine Quote von 30 Prozent zu wenig. Außerdem sollte sie sich nicht nur auf Aufsichtsräte, sondern auch auf Vorstände beziehen.

Im Bereich der Erwerbsarbeit existieren über den geringen Frauenanteil in Unternehmensführungen hinaus viele weitere Missstände, die es ebenfalls zu beheben gilt. Weiterhin besteht eine hohe Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern. Frauen sind in besonderem Maße von prekärer Arbeit betroffen und gehen häufig nicht-existenzsichernden Beschäftigungen nach. Dies führt zu struktureller und finanzieller Benachteiligung von Frauen und endet für viele ganz konkret in Altersarmut.

Die Initiative ‚Berliner Erklärung‘ ist somit ein positives Signal, weil sie von einem breiten Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft getragen wird. Wir verstehen sie als Startschuss für mehr gesamtgesellschaftliches Engagement für Geschlechtergerechtigkeit.“