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Avatar of Yannik Scherf Yannik Scherf - 12. Februar 2015 - Allgemein, Jugend, Soziales

Stellungnahme der Juso-Schüler*innen NRW: Jede Gewalt verletzt die Kindeswürde!

„Ein guter Vater versteht zu warten und zu vergeben, und das aus ganzem Herzen. Gewiss, er kann auch entschlossen zurechtweisen: Er ist kein schwacher Vater, kein nachgiebiger, sentimentaler. Der Vater, der zurechtweisen kann, ohne zu demütigen, ist der gleiche, der zu schützen weiß, ohne sich zu schonen. Einmal hörte ich in einem Treffen von Eheleuten einen Vater sagen: ‚Manchmal muss ich die Kinder ein bisschen schlagen – aber nie ins Gesicht, um sie nicht zu demütigen.‘ Wie schön: Er hat einen Sinn für Würde. Er muss bestrafen, er macht’s auf rechte Weise, und dann geht es normal weiter.“ – Papst Franziskus I.

Mit Entsetzen haben die Juso Schüler*innen davon erfahren, dass Papst Franziskus I. als Oberhaupt der katholischen Weltkirche körperliche Gewalt, sofern sie „nie ins Gesicht“ gingen, als Mittel der Erziehung legitimiert. Und das, obwohl der neue Papst auch für uns ein Zeichen gesetzt hatte und es sich zur Aufgabe gemacht hatte, echte christliche Werte wie Nächstenliebe und Vergebung hochzuhalten. „Sämtliche Aufbruchsstimmungen um die katholische Kirche, die alle seit seinem Amtsantritt gespürt haben, hat der Papst durch seine Aussage zerschlagen. Hier spielt es auch keine Rolle, wie das gemeint war. Es sollte ihm klar sein, dass seine Worte für viele Menschen großes Gewicht haben und er zu den ersten moralischen Instanzen dieser Welt gehört. Mit christlichen Werten hat diese Aussage nichts zu tun.“, kommentiert Sprecher Yannik Scherf den Ausfall des Pontifex.

Für uns als Juso Schüler*innen NRW steht die Unversehrtheit des Kindes in der Erziehung an erster Stelle. Es gibt auf dieser Welt keinerlei Gewalt, insbesondere gegenüber Kindern, die nicht die Würde des Menschen verletzt. Der Schutz der Unversehrtheit ist in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben und die unterzeichnenden Staaten haben sich zur Sicherung dieser verpflichtet. Die Aussage ist und bleibt untragbar.

Sollte es so sein, dass seine Aussage durch verschiedenste Medien in ein falsches Licht gerückt wurde, fordern wir eine Richtigstellung.

Yannik Scherf

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