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Avatar of Freddy Cordes Freddy Cordes - 29. November 2016 - Allgemein

Klarstellung der NRW Jusos zu den Ereignissen am Samstagabend auf dem Bundeskongress der Jusos in Dresden

Liebe Genossinnen und Genossen,

liebe Alle,

letztes Wochenende fand der Bundeskongress der Jusos in Dresden statt. Neben vielen guten und sehr konstruktiven Debatten haben wir einen sehr solidarischen Umgang miteinander erlebt und gepflegt. Mit einer unschönen und unsolidarischen Ausnahme, die vor allem in die sozialen Medien getragen wurde. Um einer Legendenbildung vorzubeugen, sehen wir uns nunmehr gezwungen diese Klar- und Richtigstellung vorzunehmen.

Was ist passiert?

In der Politik geht es immer auch um Emotionen. Wir alle stehen für unsere politischen Meinungen tagtäglich ein und kämpfen manchmal auch mit scharfem Wort dafür. Das ist gut so. Der demokratische Wettstreit lebt davon und wir bemerken gerade, dass ein kalter, technokratischer Stil im Kampf gegen unsere Feinde von der rechten Seite nicht weiterhilft. So können manche Diskussionen auch mal etwas lauter werden. Wer sich mal eine alte Bundestagsrede von Herbert Wehner angesehen hat, weiß was damit gemeint ist. Nichts anderes ist am Samstagabend passiert:

Hier wurde von einer anderen Delegation versucht, unserer Antragsdebatte zu einem europapolitischen Antrag, eine ganz andere Debatte überzustülpen, die sich eigentlich mit der Annahme der Geschäftsordnung erledigt hatte. Es ging darum, ob eine harte Frauenquote bei der RednerInnenliste ihre Daseinsberechtigung hat oder nicht. Da kann mensch für oder gegen sein, aber es ist eine Frechheit, diese Debatte dann aufzumachen, wenn es eigentlich um etwas ganz anderes geht. Einen Antrag zu schreiben, im Vorfeld zu verhandeln und dann spät abends auf einem Bundeskongress zu diskutieren und dafür zu kämpfen, ist harte Arbeit und verdient Wertschätzung.

In diesem Zuge kam es am Rande der Debatte zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen einem Mitglied unserer Delegation und einem Mitglied der anderen Delegation. So weit, so völlig normal. Sollte mensch meinen. Jedoch wurde im Anschluss ein Mitschnitt bei Facebook hochgeladen und suggeriert, es habe eine tätliche Auseinandersetzung stattgefunden. Dies wurde, ohne Prüfung, dann von einigen einfach reproduziert. Viel mehr noch, wurde ohne Nachfrage die Person bei Facebook verlinkt.

Das hier billigend eine Rufschädigung in Kauf genommen wurde, ist eine bodenlose Frechheit!

Dass Leute, die nicht am Bundeskongress teilnahmen, sich anmaßen, ohne vorherige Nachfrage bei der Delegationsleitung, einfach Unwahrheiten hinausposauen, ist für uns komplett inakzeptabel!

Das NRW-Prinzip

Bei den NRW Jusos haben wir einen unausgesprochenen Konsens: In der Debatte kann und darf es hart zu Sache gehen. Und falls es doch mal etwas lauter wird, können wir uns dennoch im Anschluss ins Gesicht schauen und das Vorgefallene bei einem Getränk besprechen. Wir tragen die Unstimmigkeiten an Ort und Stelle aus und verlagern emotionale Auseinandersetzungen nicht in soziale Medien, wo dann Nicht-Anwesende, feige hinter ihrem Bildschirm versteckt, ungeprüft Dinge übernehmen und reproduzieren.

Wir würden gerne dabei bleiben und laden alle ein, sich wieder hinter diesem NRW-Prinzip zu versammeln.

Hier nochmal zur Klarstellung:

  1. Es gab weder aus unserer noch aus einer anderen Delegation einen tätlichen Angriff.
  2. Für uns ist es unerträglich, dass öffentlich versucht wird, eine einzelne Person zu diffamieren.
  3. Wir sind stolz auf die zahlreichen GenossInnen, die sich die Wochenenden um die Ohren hauen, um für eine sozialistische, feministische und internationalistische Politik zu kämpfen. Mit jeder Menge Engagement und Leidenschaft.

Lasst uns nun unseren Blick auf die anstehenden Herausforderungen richten und den wahren Feind in den heraufziehenden Wahlkämpfen gemeinsam mit viel Leidenschaft bekämpfen!

Glück Auf!

Euer Freddy

Autor

Freddy Cordes

Landesvorsitzender der NRW Jusos

Frederick.Cordes@spd.de
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