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Avatar of Pressestelle Pressestelle - 19. Juli 2019 - Pressemitteilung

Juso-Hochschulgruppen NRW zur Exzellenz-Initiative

Die Exzellenzinitiative verkündet ihre Exzellenzuniversitäten und in NRW werden fortan zwei Standorte gefördert. Trotzdem ist das Programm für die Juso-Hochschulgruppen NRW kein erfolgreiches Mittel:

“Statt punktueller Spitzenförderung fordern wir eine breite Förderung der Hochschulen durch den Bund und eine Aufhebung des Kooperationsverbots. Nur so kann bundesweit und an jeder Hochschule beste Bildung angeboten werden. Gerade Länder wie NRW mit vielen Hochschulen werden durch das Kooperationsverbot stark belastet. Hochschulfinanzierung darf nicht weiter nach dem Prinzip ‘Wer hat, dem wird gegeben’ laufen! Darüber hinaus liegt der Schwerpunkt des Förderprogramms ganz klar auf der Forschung, während in vielen Fachbereichen sich in der Lehre die Defizite nur so häufen. Dazu kommt: bis jetzt wurden für das aufwendige Bewerbungsverfahren viele Ressourcen gebunden, welche dann bei der Betreuung der Studierenden fehlten. Studierende profitieren also kaum von der Exzellenzinitiative.”, kritisiert Juliane Schlierkamp, Landeskoordinatorin der Juso-Hochschulgruppen NRW.

Lilli Wouhbé fügt hinzu: “Auch die gesellschaftlichen Gefahren dieser Initiative sind nicht zu unterschätzen. Man lässt zu, dass viele Hochschulen abgehängt werden, während einige wenige sich immer mehr zu Elfenbeintürmen separieren. Erstakademiker*innen können ihren Studienort oft nicht nach Reputation der Hochschule aussuchen, sondern nach Nähe zum Heimatort oder Mietspiegel des Studienortes. Auch der Ausschluss von Fachhochschulen, die besonders für Bildungsaufsteiger*innen attraktiv sind, ist sozial ungerecht. Wir fordern die Ausfinanzierung aller Hochschulen durch Bund und Länder!”

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