Ingo Wagner

Juso-Kandidat für das Europäische Parlament

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(Fragen von Sarah Weiser)

Wie erlebst du den bisherigen Wahlkampf als junger Kandidat? Gibt es Vor- oder Nachteile?

Erstmal ist es mega, wie aktiv die Jusos schon seit Wochen sind - und der Partei Druck machen. Das motiviert nochmal extra. Man merkt auch wieder, wieviel Jusos die Partei tragen. Außerhalb werde ich schon mal kritisch beäugt - kann auch am Bart liegen ;). Mit wenigen Ausnahmen bleibt‘s aber dabei und auch nicht lange.

Was wäre deine Traumaktion für den Europawahlkampf? Mit welcher deiner zentralen Forderungen würdest du diese verbinden?

Aktionstage wie 2014 - in gut. Jusos aus ganz Europa besuchen sich am 9. Mai – flächendeckend und mit dem Zug – um zusammen für eine gemeinsame Zukunft einzustehen. Im Zug, auf Demos, bei Konzerten, in Kneipen. Weil mein Europa heißt Zukunft! Zumindest zwischen NRW und den Nachbarländern wäre sowas ja drin.

Was entgegnest du, wenn man dir vorhält, du würdest für ein „Umverteilungs- und Verbotseuropa“ streiten?

Zum ersten: Ja, zu Recht, aber in die andere Richtung als bisher. Zum zweiten eine Gegenfrage: Bock auf Gentechnik? Gebühren auf Kartenzahlung? Roaming? Dacht‘ ich mir.

Wie kann man im Wahlkampf dazu beitragen, dass rechtspopulistische Parteien keine Wähler*innen dazu gewinnen?

Vor allem mit erhobenen Köpfen rausgehen und klar sagen, was unser Europa schon macht und was es in rot noch machen wird. Reines wir (pro-EU) gegen die (anti-EU) ist Wasser auf den Mühlen der Rechten. Reibt euch aber auch nicht in aussichtslosen Diskussionen auf. Sorgt dafür, dass die Leute einen Grund haben uns und unsere Idee von Europa zu wählen. Dann wählen sie auch keine Rechten.

Was sind deine Empfehlungen für einen europäischen Film-/Serienabend?

‚Ballon‘, als Erinnerung an Grenzen in Deutschland, und ‚Willkommen bei den Sch’tis‘, über Regionen Europas wie wir sie alle kennen und lieben.