Wiki

Willkommen im WiWo-Wiki. Hier findest Du wichtige Begriffe und Stichworte aus den Seminaren und Veranstaltungen der Wirtschaftswoche erklärt.

Das Wiki wird fortlaufend aktualisiert, schau also bald wieder vorbei.


A

Austerität

Wirtschaftspolitisches Konzept, dass auf Adam Smith zurückgeht und im angelsächsischen Raum im 17. und 18. Jahrhundert entwickelt wurde. Der Staat diszipliniert die eigenen Ausgaben und spart; er reduziert die Ausgaben auf das Notwendigste. In Krisenseiten soll das Konzept der Austerität für einen stabilen Haushalt sorgen und die Handlungsfähigkeit des Staates sicherstellen. Weitere Informationen findest Du hier.

B

C

D

Degrowth

Degrowth ist der Überbegriff für wirtschaftspolitische Konzepte und Strömungen, die eine Abkehr vom Ziel des Wirtschaftswachstums fordern. In dieser Denkrichtung führt Wachstum um jeden Preis ab einem bestimmten Niveau des Wirtschaftswachstums nicht zu einer sozialen Wohlstandssteigerung des Einzelnen. Abgesehen davon führt ungebremstes Wirtschaftswachstum zu einem schädlichen Überverbrauch der natürlichen Ressourcen und zu Umweltzerstörung. Weitere Informationen findest Du in unseren Literaturempfehlungen.  

E

F

G

H

I

Inflation

Bei einer Inflation findet ein anhaltender Prozess des Geldwertverlustes statt, das heißt, dass sich die Kaufkraft des Geldes vermindert. Bei einer Inflation steht der gesamtgesellschaftlichen Gütermenge eine zu große Geldmenge gegenüber, diese löst eine Lohn-Preis-Spirale aus. Weil Geld seinen Wert verliert, flüchten sich Anleger*innen in Sachwerte, während die Ersparnisse entwertet werden. Je nach Geschwindigkeit spricht man von einer schleichenden, einer trabenden, einer galoppierenden oder einer Hyperinflation, wie sie zum Beispiel in Deutschland zwischen 1919 und 1923 stattfand. Weiter Informationen findest Du hier.

J

K

L

Liberalismus

Lehre aus dem 18. Jahrhundert, die das Recht auf Freiheit, Eigenverantwortung sowie freie Entfaltung der einzelnen Person in den Mittelpunkt stellt und eine Kontrolle des Einzelnen durch staatliche Einrichtungen verhindern will. Als politische Gegenbewegung zum Absolutismus entstanden. Der wirtschaftliche Liberalismus erfuhr seine Grundlagen von Adam Smith, nach dessen Ansicht das wirtschaftliche Subjekt durch die unsichtbare Hand des Marktes geleitet wird. Staatliche Eingriffe hingegen stören das wirtschaftliche Subjekt an seiner freien Entfaltung. Mit dem Liberalismus geht die Gewerbefreiheit, freie Preisbildung und Wettbewerbsfreiheit einher. Weitere Informationen findest Du hier

M

Mietendeckel

Der Mietendecke umfasst ein Mietenmoratorium, das heißt, dass keine Erhöhung der Miete im bestehenden Mietverhältnis innerhalb von 5 Jahren stattfinden darf. Auch eine Mietobergrenze ist festgesetzt. Vom Bundesverfassungsgericht wurde der Mietendeckel für verfassungswidrig erklärt, weil die Gesetzgebungskompetenz nicht bei den Ländern, sondern beim Bund liegt. Weitere Informationen findest Du hier

N

Neoliberalismus

Der Neoliberalismus entwickelte sich aus den Erfahrungen des ungezügelten Liberalismus des 19. Jahrhunderts, dieser agierte ganz ohne staatliche Eingriffe. Der Neoliberalismus hingegen rechtfertigt staatliche Eingriffe bis zu einem gewissen Maß – zum Beispiel, um Monopole und Kartelle zu verhindern oder Konjunkturschwankungen auszugleichen. Führender Vertreter dieser Lehre war in Deutschland Walter Eucken (1891-1950), im angelsächsischen Raum Friedrich August von Hayek (1899-1992). Weitere Informationen findest Du hier.

O

Ordoliberalismus

Der Ordoliberalismus der Freiburger Schule unter ihrem Begründer Walter Eucken (1891-1950) ist eine der Grundlagen der sozialen Marktwirtschaft in Deutschland und ist eine Weiterentwicklung des Liberalismus, die zwar Wirtschaft nach dem Grundgedanken der klassischen Schule der Nationalökonomie organisieren möchte, aber staatliche Eingriffe in Grenzen zulässt und als notwendig empfindet – zum Beispiel, um Monopole und Kartelle zu vermeiden. Weitere Informationen findest Du hier.

P

Q

R

S

Schuldenbremse

Seit 2011 ist die Schuldenbremse im Grundgesetz verankert. Sie verbietet den Bundesländern eine Neuverschuldung und beschränkt die Neuverschuldung des Bundes bei maximal 0,35 Prozent des nominellen Bruttoinlandsproduktes. Ausnahmen gelten lediglich bei Naturkatastrophen oder Wirtschaftskrisen. Das heißt, dass Geld für Investitionen fehlt und den Bundesländern finanziell die Hände gebunden sind. Weitere Informationen findest Du hier.

 

Selektives Wachstum

Selektives Wachstum ist ein Konzept, dass ungebremstes Wirtschaftswachstum über alle Sektoren hinaus als schädlich empfindet. Der Begriff wurde von Erhard Eppler geprägt, der forderte, dass nur die nachhaltigen Dinge wachsen, schädliche dagegen schrumpfen sollten, also Wachstum sehr wohl zuträglich für soziale Gerechtigkeit und Wohlstand sei. Weitere Informationen findest Du hier.  

 

Soziale Marktwirtschaft

Soziale Marktwirtschaft bezeichnet die Wirtschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland und geht auf den Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard (1897-1977) und den Ökonomen Alfred Müller-Armack (1901-1978) zurück. Dem Staat kommt in einer sozialen Marktwirtschaft neben der Schaffung und Sicherstellung eines rechtlichen Rahmens, in dem wirtschaftlichen Handeln stattfindet, auch eine Steuerungsfunktion zu, um Nachteile für Individuen auszugleichen, zum Beispiel durch Sozialmaßnahmen. Weitere Informationen findest Du hier

T

Treuhand

Die Treuhand-Anstalt war eine Anstalt des öffentlichen Rechts, die das Volkseigentum der DDR privatisieren sollte. Die volkseigenen Betriebe der DDR sollten nach den Grundsätzen der sozialen Marktwirtschaft entweder privatisiert, oder geschlossen werden. Weitere Informationen findest Du hier

U

V

W

Währungsreform

Bei einer Währungsreform wird das Geldwesen eines Landes neugeordnet. Währungsreformen werden aus verschiedenen Gründen durchgeführt, zum Beispiel bei einer Hyperinflation, bei einem Staatsbankrott oder aus politischen Gründen. Weitere Informationen findest Du hier

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