Alina Joy Nwosu
Meine Daten
Geburtsjahrgang: 1999UB/KV: Bielefeld
Berufliche Situation: Studentin (Erziehungs- und Politikwissenschaften M.A.) & ich arbeite als Sozialreferentin im AStA
Kandidaturschreiben
03/2022 Eintritt in die SPD
2022/23 stellv. Sprecherin Juso-HSG Bielefeld
2022/24 Vorstandsmitglied SPD-Frauen Bielefeld
2023/25 Vorstandsmitglied Jusos Bielefeld
2024/25 Co-Vorsitzende SPD-Frauen Bielefeld
04/2025 Co-Vorsitzende Jusos Bielefeld
01/2026 Kooptiertes Mitglied SPD-Ratsfraktion Bielefeld
Ein bisschen über mich
Hi, ich bin Alina, 26 Jahre alt und lebe in Bielefeld. Gegenwärtig studiere ich an der Universität Bielefeld Politikwissenschaften und Erziehungswissenschaften im Doppelmaster. Neben meinem Studium arbeite ich als Sozialreferentin im Allgemeinen Studierendenausschuss meiner Uni.
Warum ich mich politisch engagiere
Warum hatte meine alleinerziehende Mutter bereits zu Beginn des Monats kaum Geld für Lebensmittel? Wieso konnte mein Opa als Arbeiterkind nie studieren gehen, obwohl er so ein kluger Kopf war? Weshalb scheuen sich andere Menschen davor sich neben meinem schwarzen Vater im Bus zu setzen? All diese Fragen habe ich mir immer wieder in meiner Kindheit gestellt und konnte mir damals noch keinen Reim draus machen. Erst später verstand ich, dass ich in einer Familie aufgewachsen bin, die die Auswirkungen gesellschaftlicher Ungleichheit unmittelbar erfahren hatte.
Diese Erfahrungen waren unter anderem auch ein Grund, warum ich mich dazu entschied Sozialwissenschaften und Soziologie im Bachelor zu studieren. Ich wollte verstehen, wieso diese Gesellschaft so „funktioniert“, wie sie es tut. Während meines Bachelorstudiums entstand in mir der Wunsch mich politisch zu engagieren. Denn je mehr ich durch mein Studium über gesellschaftliche Strukturen und Ungleichheit erfuhr, desto mehr wollte ich mich politisch engagieren. Denn für mich war es klar – so wie es ist, so kann es nicht bleiben.
Eine Partei auf die man (wieder) stolz sein kann
Während auf der einen Seite Vermögen, das sich auf wenige Hände konzentriert und sich ins Unermessliche vermehrt, steigt auf der anderen Seite die Armut und raubt Menschen ihre Existenzgrundlage. So dringend wie wahrscheinlich schon lange nicht mehr benötigen wir tiefgreifende Umverteilungs- und sozialpolitische Maßnahmen, damit unsere Gesellschaft nicht noch weiter auseinanderdriftet. Doch was tut unsere Mutterpartei im Bundestag? Statt mit dem angekündigten Reformpaket diejenigen zu entlasten, die es am dringendsten benötigen, wird mit den geplanten Maßnahmen für viele die eigene Situation nur noch weiter verschlechtert. Und es reiht sich ein in eine Serie von getroffenen politischen Entscheidungen, die mich fassungslos machen. Wodurch ich mittlerweile nur noch das Gefühl habe die SPD betreibt Klassenkampf, allerdings gegen statt für die Arbeiter*innenklasse.
Umso mehr sehe ich uns als Jusos in der Pflicht, dass wir lautstark für unsere Grundwerte einstehen und unserer Mutterpartei ordentlich Dampf unter dem Kessel machen. Im Landesvorstand möchte ich genau das machen und eine kritische Stimme sein, die sich nicht mit den Entwicklungen unserer Partei zufriedengibt. Ich will echte sozialdemokratische Politik. Und das nicht irgendwann, sondern JETZT!
Gleichzeitig finde ich es genauso wichtig, Jusos dahingehend zu empowern, dass sie sich in Diskussionen einbringen, Ideen entwickeln, Anträge schreiben und sich trauen, Funktionen einzunehmen, um unseren Verband und unsere Partei voranzubringen. Denn ich bin davon überzeugt, dass unsere Partei einen Generationenwechsel bitter nötig hat und nach links gerückt werden muss. Auch hierfür möchte ich mich einsetzen. Denn ich möchte wieder stolz sein auf diese Partei.
Meine Themenschwerpunkte
In meiner politischen Arbeit hat sich insbesondere die Gleichstellungspolitik als mein Schwerpunkt entwickelt. In einer Gesellschaft, in der fast jeden Tag eine Frau durch die Hand ihres (Ex-)Partners getötet wird, die Selbstbestimmung und Rechte von queeren Menschen und Frauen immer wieder attackiert und durch reaktionäre Kräfte zurückgenommen werden, das Geschlecht darüber entscheidet, wie gut oder schlecht man bezahlt oder medizinisch versorgt wird – in einer solchen Gesellschaft müssen wir feministisch kämpfen.
Im Landesvorstand möchte ich einen Fokus auf geschlechtsspezifische Gewalt legen und mich für die Stärkung von gewaltpräventiven Institutionen und Strukturen einsetzen. Denn in Anbetracht der steigenden Opferzahlen häuslicher Gewalt und des Fehlens von rund 12.000 Frauenhausplätzen in Deutschland sehe ich die Verantwortung als feministischer Verband, sich für den Schutz von Gewaltbetroffenen einzusetzen. Zum anderen möchte ich mich für eine progressive Familienpolitik und deren Weiterentwicklung einsetzen. Dabei geht es mir insbesondere um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Berücksichtigung und Anerkennung von Familienvielfalt sowie die gezielte Armutsprävention von Familien.
Im Bereich der Gleichstellung müssen wir neben progressiven Kämpfen auch Abwehrkämpfe führen. Weswegen für mich ein Kampf für Gleichstellung auch einen Kampf gegen Rechts miteinschließt. Denn rechte Akteur*innen propagieren tradierte Rollenbilder, üben Queerfeindlichkeit aus und tun alles in ihrer Macht Stehende dafür, um gleichstellungspolitische Errungenschaften wieder rückgängig zu machen. Als Jusos und Sozialdemokrat*innen sehe ich uns daher in der Pflicht, unsere gleichstellungspolitischen Kämpfe mit antifaschistischen Kämpfen zu verbinden.
Als Mitglied des Landesvorstandes will ich mich für diese Themen einsetzen. Gemeinsam mit euch möchte ich für eine linke sozialdemokratische SPD und ein gerechteres Morgen kämpfen!
Ich freue mich darauf, euch alle kennenzulernen und mit euch ins Gespräch zu kommen. Wenn ihr euch zu den genannten Themen oder darüber hinaus austauschen möchtet, schreibt mir gerne jederzeit 🙂 !
Mit feministischen Grüßen
Alina