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Dennis Schnittke


Meine Daten
Geburtsjahrgang: 1998
UB/KV: Köln
SPD-Mitglied seit: 2016
Berufliche Situation: Student (Master Empowerment Studies)

Liebe Genoss*innen,

ich freue mich sehr darüber euch mitteilen zu können, dass ich mich dazu entschieden habe auf der kommenden Landeskonferenz für den Landesvorstand der NRW-Jusos zu kandidieren. Ich möchte euch in diesem Schreiben einen Überblick über meine Person, meine Juso-Zeit und meine Inhalte geben. Selbstverständlich könnt ihr mich bei Fragen auch unter dennis.schnittke@jusos-koeln.de kontaktieren.

Wer bin ich?

Mein Name ist Dennis, ich bin 27 Jahre alt und ich bin in einem Masterstudiengang der Empowerment Studies an der Hochschule Düsseldorf. Davor habe ich einen Bachelor in Soziologie und Politikwissenschaften an der Universität Münster absolviert. Vor zwei Jahren zog es mich ins schöne Köln und seitdem fühle ich mich hier zuhause. Wenn ich mich nicht grade mit Politik beschäftige, bin ich in den Untiefen der Popkultur unterwegs. Gute Musik, Filme und Bücher sind mir dementsprechend in den letzten Jahren immer treue Wegbegleiter gewesen.

Mein ehrenamtliches Engagement bei den Jusos geht schon ganze neun Jahre zurück. Im Juni 2016 bin ich in die SPD eingetreten und wurde hier relativ schnell zum Juso-Vorsitzenden in meiner Heimatstadt Waltrop im Kreis Recklinghausen gewählt. Hier kam ich das erste Mal mit der Arbeit und den Werten der Jusos in Berührung und bin seitdem mit dem Herzen dabei. Nachdem ich für mein Studium nach Münster gezogen bin, schloss ich mich 2019 der Juso Hochschulgruppe an und war hier vier Jahre aktives Mitglied. Es war diese Arbeit, die mich dann 2022 in den Vorstand der Jusos Münster brachte, von dem ich zwei Jahre Mitglied war. Letztendlich führte mich nicht nur mein Privatleben, sondern auch mein politischer Weg nach Köln. Seit 2024 bin ich Mitglied im Vorstand der Jusos Köln und durfte hier viele großartige Menschen und neue Perspektiven kennenlernen.

Queer Rights are Human Rights

Wir erleben in den letzten Jahren einen zunehmenden Backlash gegen queeres Leben weltweit. So versuchen zum Beispiel die Republikaner unter Donald Trump die LGBTQIA+-Community in den USA immer weiter unter Druck zu setzen. Zu nennen sind hier unter anderem „Drag Bans“ sowie die Abschaltung einer Notfall Hotline für queere Jugendliche. In Uganda ist die Lage zum Beispiel noch drastischer. Hier ist ein Gesetz in Kraft, welches Lebenslange Haft bis hin zur Todesstrafe für Homosexuelle vorsieht. Wir müssen den Blick jedoch nicht zwingend in die Welt richten, um Queerfeindlichkeit auszumachen. Auch hier in Deutschland spitzt sich die Lage immer weiter zu. Mit 1.785 erfassten Straftaten gegen queere Personen im Jahr 2023, haben sich Übergriffe dieser Art seit 2010 verzehnfacht. Im ganzen Land werden CSDs bedroht und von Rechtsextremen belagert. Das Ziel: Queeres Leben aus der Öffentlichkeit zu drängen und damit unsichtbar zu machen. Während sich viele Leute in der Community bedroht fühlen und nach Hilfe suchen, duckt sich die CDU unter Kanzler Merz nicht nur weg, sondern gießt noch Öl ins Feuer. So verglich Friedrich Merz selbst Pride mit einem Zirkus. Auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, welche ohnehin dafür bekannt ist auf dem rechten Auge mindestens eine starke Sehschwäche zu haben, kämpft lieber gegen Pride-Flaggen im und auf dem Bundestag als gegen die Verfassungsfeinde im Parlament und auf den Straßen. Wir müssen uns als Jugendverband noch lauter und stärker an die Seite von queeren Menschen stellen. Hierzu müssen wir zum einen Inhalte erarbeiten, welche die Lebensrealitäten von Mitgliedern der LGBTQIA+-Community aufgreifen und Konzepte für den Schutz und die Sichtbarkeit queerer Menschen beinhalten. Zum anderen müssen wir die Queer-Vernetzung innerhalb unseres Verbands stärken. Für diese beiden Belange möchte ich mich einsetzen. Queer Rights are Human Rights and we need to protect them!

Deutschland ohne Rassismus, Deutschland mit Courage? Fehlanzeige!

Es bringt gar nichts, um den heißen Brei herumzureden: Deutschland hat ein Rassismusproblem! Ein Viertel der Deutschen sind laut aktuellen Umfragen dazu bereit eine gesichert rechtsextreme Partei zu wählen, während Gewalttaten aus dem Neonazi-Spektrum ein Rekordhoch erreichen. Anstatt dem etwas entgegenzusetzen, lassen sich CDU und SPD auf rassistische Scheindebatten rund um Migrationsfragen ein, die niemandem helfen, aber dafür zulasten von Geflüchteten und Menschen mit (familiärer) Migrationsgeschichte gehen. Zu nennen sind hier die Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzbedürftigen auf zwei Jahre, so wie die ständig wiederkehrende Forderung der CDU Doppelstaatler*innen bei Straffälligkeit ihre deutsche Staatsbürgerschaft abzuerkennen. All das ist mehr als alarmierend!

Zusätzlich erleben rassifizierte Menschen in Deutschland noch immer strukturellen Rassismus, welcher Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, der Wohnungssuche, im Gesundheitswesen und bei Behördengängen mit sich bringt. Wir müssen dem Rassismus im Land entschlossen entgegentreten. Wir müssen nicht nur Inhalte erarbeiten, die Lösungen gegen rassistische Hetze bieten, sondern uns auch das richtige Narrativ wieder aneignen. Hierzu gehört es, unserer Mutterpartei immer wieder klarzumachen, dass die Umsetzung rechter Politik nur den Rechten etwas nützt. Das beste Rezept gegen Hass immer noch eine Politik für und nicht gegen Menschen!

Mental Health

Ein weiteres Thema, das mir sehr am Herzen liegt, ist das der Mentalen Gesundheit. In Deutschland sind laut Daten der „Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V.“ jährlich 27,8% der Erwachsenen von einer psychischen Erkrankung betroffen. Hierzu zählen vor allem Depressionen, Angsterkrankungen, Suchterkrankungen und Demenz. Trotz dieses hohen Anteils an Menschen mit psychischen Problemen, sind die Hürden für eine Psychotherapie noch sehr groß. Zu wenig Therapieplätze, zu lange Wartezeiten und schlechte Vermittlung verursachen große Schwierigkeiten für Menschen, die sich eine fachgerechte Behandlung suchen wollen. Zusätzlich sind psychische Erkrankungen noch immer mit einem starken Stigma verbunden. Das sorgt dafür, dass sich viele Betroffene aus Angst und Scham keine Unterstützung suchen. Wir müssen endlich dahin kommen, dass jede Person, die Hilfe benötigt diese auch erhält. Hierfür möchte ich mich mit ganzem Herzen einsetzen.

Für diese und noch mehr Dinge möchte ich mich im Landesvorstand einsetzen. Mir ist darüber hinaus auch eine enge Zusammenarbeit mit den UBs und KVs wichtig. In Zeiten des politischen Aufruhrs sind die NRW-Jusos mein sicherer Hafen und mein politisches Zuhause. Ich möchte mit euch zusammen, gegen alle Widerstände, an einer gerechteren und besseren Zukunft arbeiten. Packen wir es an!

Freund*innenschaft

Dennis


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