Jonas Kamrath
Meine Daten
Geburtsjahrgang: 2001UB/KV: Paderborn
SPD-Mitglied seit: 2019
Berufliche Situation: Jurist
Über mich
Mein Name ist Jonas Kamrath, ich bin 25 Jahre alt und komme aus dem Kreis Paderborn. Momentan arbeite ich als juristischer Mitarbeiter in einer mittelständischen Kanzlei im Bereich Verkehrs- und Versicherungsrecht. Davor habe ich an der Universität Bielefeld Jura studiert und mit dem 1. Staatsexamen und dem Schwerpunkt Verfassungsrecht abgeschlossen. Ab Oktober 2026 werde ich in Paderborn den juristischen Vorbereitungsdienst beginnen.
Seit 7 Jahren ist die SPD meine politische Heimat. Seit 2024 durfte ich bereits 2 Jahre im Landesvorstand der NRW-Jusos mitarbeiten. Bis zur Wahl war ich Vorsitzender der Jusos im Kreis Paderborn. Daneben bin ich in den Vorständen meines SPD-Ortsvereins, meines SPD Kreisverbandes und der SPD OWL engagiert.
Meine politischen Schwerpunkte liegen in den Bereichen der Innenpolitik und Antifaschismus. Zusätzlich durfte ich im Landesvorstand einige Erfahrungen mit außenpolitischen Debatten machen. Mir war und ist es ein Anliegen, dass wir uns als Jungsozialist*innen in internationalen Konflikten niemals Staatsinteressen zu Eigen machen, sondern immer im Sinne der betroffenen Bevölkerung und der uneingeschränkt wirksamen Menschenrechte handeln und argumentieren.
Ein Verband, der alle erreicht
Die NRW-Jusos leisten als Verband unfassbar wertvolle politische Arbeit. Gerade in den letzten Landesvorständen wurden wichtige Ansätze entwickelt, um die einzelnen UB/KV’s an dieser Arbeit noch stärker beteiligen zu können. Diese Ansätze gilt es in den nächsten zwei Jahren in enger Abstimmung mit den Vorständen der UB/KV’s zu reflektieren und zu verbessern. Es wird dafür auch notwendig sein digtitale und dezentrale Angebote auszuweiten.
Nur so wird es uns gelingen diejenigen Mitglieder, die aufgrund von Care Arbeit, Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnissen u.ä. an den meisten der zentralen Angebote in Präsenz nicht teilnehmen können, an der Arbeit des Verbandes teilhaben zu lassen. Unserem Anspruch als Jungsozialist*innen Politik gerade für Personen zu machen, die unter den kapitalistischen Ausbeutungsverhältnissen am meisten leiden, können wir nicht gerecht werden, wenn ein Großteil unserer Arbeit so ausgelegt ist, dass sie nur von denen betrieben werden kann, die es sich aufgrund eines deutlich größeren Umfangs an zeitlichen und finanziellen Ressourcen leisten können.
Wir Jusos müssen hier endlich eine Vorreiterrolle im Hinblick auf die Strukturreform und Modernisierung unserer Partei einnehmen. Stattdessen werden echte Veränderungen oft mit Hinblick auf Tradition und Formalia abgeblockt. Ich will daran mitwirken die Verbandsarbeit an die veränderten Ressourcen, Möglichkeiten und Bedürfnisse sozialdemokratischer und jungsozialistischer Parteiarbeit im 21. Jahrhundert anzupassen.
Innenpolitik neu denken
Im Bereich Innenpolitik möchte ich daran mitarbeiten, dass die NRW-Jusos einen klaren Gegenpol zu jeglichen Law & Order und Überwachungsstaatsbestrebungen in unserer eigenen Partei und der nächsten Landesregierung bilden. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir den Bereich der Innenpolitik ganzheitlicher verstehen müssen. Letztendlich haben gerade wir ein Interesse an einem gut funktionierenden und modernen Staat. Schlagwörter wie die Effizienz oder der Fortschritt der Digitalisierung staatlichen Handelns dürfen nicht immer wieder nur von konservativer und neoliberaler Seite bespielt werden.
Wir müssen als Jugendverband und Partei unsere Ansätze in diesem Bereich auch vor dem Hintergrund der Möglichkeiten und Gefahren von sog. Künstlicher Intelligenz nachjustieren und deutlicher Stellung im öffentlichen Diskurs beziehen. Als NRW-Jusos sehe ich unsere Aufgabe darin unsere Partei auch deutlich dahin zu treiben staatliches Handeln wieder kritisch zu betrachten, insbesondere auch hinsichtlich des strukturellen Rassismus innerhalb des Staatsapparates.
Antifaschismus
Die Arbeit in Bündnissen und die Teilnahme an antifaschistischen Veranstaltungen sind elementar wichtig. Unsere antifaschistische Arbeit als Verband darf jedoch an dieser Stelle nicht stoppen. Wir müssen uns noch umfangreicher mit den Gründen für das Erstarken der Faschist*innen und Rechtspopulist*innen auseinandersetzen und Erklärungs- und Lösungsansätze entwickeln, die über das hinausgehen was unserer Arbeit bis jetzt zu Grunde liegt. Das ist insbesondere wichtig, um der Appeasement Strategie der SPD eine wirksame Gegenstrategie entgegenzusetzen.
Es war mir eine große Ehre Teil des letzten Landesvorstandes zu sein. Ich glaube, dass ich auch im nächsten Landesvorstand einen Beitrag leisten kann, um diesen Verband zu stärken und für eine bessere SPD und Welt zu kämpfen. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich dafür noch einmal euer Vertrauen bekäme.
Bei Rückfragen schreibt mir immer gerne oder ladet mich zu euch ein.
Alerta und Glück auf!
Jonas Kamrath