Joshua Wienen
Meine Daten
Geburtsjahrgang: 2002UB/KV: Düsseldorf
Berufliche Situation: Student
Moin!
Ich bin Joshua, 24 Jahre alt und wohne seit 2 Jahren in Düsseldorf. Aufgewachsen bin ich in Mönchengladbach, wo ich 2020 der SPD und den Jusos beigetreten bin. Hier war ich bereits 3 Jahre lang im Juso-Vorstand, bevor ich fürs Studium nach Düsseldorf gezogen bin. In Düsseldorf bin ich derzeit noch stellvertretender Vorsitzender. Gerade beende ich mein Bachelorstudium in Geschichte und Politikwissenscahften und beginne ab dem Wintersemester mit einem Master in Politikwissenschaften.
Auf dieser Landeskonferenz kandidiere ich also nach sechs Jahren Mitgliedschaft für den NRWJuso-Landesvorstand. In diesem Kandidaturschreiben möchte ich denen, die mich (noch) nicht kennen, einen ersten Einblick über meine Motivation geben.
Bester Landesverband, bestes Bundesland
In den letzten Jahren im Verband habe ich gelernt, dass der Landesverband davon lebt, dass die Unterbezirke und Kreisverbände gut an die Landesebene angebunden sind. Gleichzeitig ist die Landesebene natürlich auch dafür verantwortlich, die UB/KVs so gut wie möglich bei ihrer Arbeit vor Ort zu unterstützen. Denn da findet die Politik in der Breite statt. Ich habe selbst erfahren, wie wichtig die Anbindung der UB/KVs an die Landesebene ist, wenn es etwa um Veranstaltungen, Bildungsangebote und die Weitergabe von Wissen und Informationen geht. Ich habe aber auch gemerkt was passiert, wenn diese Anbindung nicht gegeben ist.
NRW ist geil, aber es kann noch besser werden. Im kommenden Landtagswahlkampf nächstes Jahr möchte ich mit euch für ein besseres NRW werben. Denn wenig motiviert Wähler*innen mehr als Optimismus und der Glaube daran, dass eine bessere Welt, ein besseres Morgen, möglich ist. Diese Message möchte ich als Teil des Landesvorstands auf den Straßen und an den Haustüren Nordrhein-Westfalens verbreiten. Unsere Kampagne muss eigene Themen und Narrative setzen.
Mental Health Matters!
Mentale Gesundheit und Awareness haben für mich, seitdem ich bei den Jusos bin, zwei Seiten. Zunächst wäre da die innerverbandliche Seite. UnsereVeranstaltungen müssen so gestaltet werden, dass sie niedrigschwellig sind und sich alle Teilnehmer*innen wohlfühlen. Viele von uns kennen das. Manchmal braucht man einfach eine ruhige Minute, oder auch ein paar ruhige Minuten mehr – gerade bei mehrtägigen Veranstaltungen.
Derzeit bin ich Mitglied der bundesweiten Awarenesskommission auf Bundesebene. Die Erfahrungen, die ich dort gesammelt habe, möchte ich auch in den Landesvorstand einbringen, um die Awarenesskommission auf Landesebene und die in den UB/KVs so gut es geht zu unterstützen.
Und dann ist da noch die außerverbandliche Seite. In Zeiten des Klimawandels, einer unsicheren Weltlage, eines unsicheren Arbeits- und Wohnungsmarkts und nur wenige Jahre nach der Coronapandemie steht unsere Generation stark unter Druck. Zu dieser Zeit werden Angebote der psychischen Gesundheitsversorgung immer mehr weggespart und stehen zunehmend nur noch privilegierten Schichten zur Verfügung. Wir NRWJusos müssen da Druck machen, wenn an unserer Gesundheit gespart wird, und dafür sorgen, dass das Thema nicht unter den Tisch gerät. Als jemand der selbst eine Therapie gemacht hat und nun wieder auf einer Warteliste steht, schmerzt es zu wissen, dass die Situation für so viele weitere noch viel schlimmer wird, denn an solchen Entscheidungen hängen im schlimmsten Fall Leben. Im Landesvorstand möchte ich weiter die Fahne dafür hochhalten, dass die Situation sowohl von Patient*innen als auch Therapeut*innen nicht in Vergessenheit gerät, etwa durch Öffentlichkeitsarbeit oder Veranstaltungen.
Internationalismus und die neue internationale Ordnung
Spätestens seit dem russischen Krieg gegen die Ukraine hat sich das europäische Verständnis von Sicherheit verändert. Einerseits findet erstmals seit den Jugoslawienkriegen wieder ein Krieg in Europa statt, andererseits sagen sich die USA unter Donald Trump und MAGA von Europa los. Internationale Entwicklungen betreffen uns natürlich auch in Deutschland und in NRW. Und Internationalismus ist nicht einfach so einer unserer Grundwerte. Auch heute noch politisieren sich super viele junge Menschen über internationale Themen, sei es der Nahostkonflikt, der Krieg im Sudan oder andere internationale Kämpfe, Kriege und Konflikte. Währenddessen teilen autoritäre Großmächte zunehmend die Welt in ihre Einflusszonen auf und das internationale Völkerrecht wird immer mehr infrage gestellt.
Als Internationalist*innen müssen uns diese Vorgänge alarmieren. Ich möchte dieses Feld nicht der Linkspartei oder der Linksjugend überlassen. Junge Menschen dürfen nicht nur in diesen Debatten stattfinden, wenn man sie zum Dienst an der Waffe verpflichten möchte. In der Zeit, in der ich für die Hochschulgruppen bereits im Landesvorstand kooptiert war, habe ich oft mitbekommen, dass auch von uns Positionierungen zu internationalen Themen gefordert wurden. Im Landesvorstand möchte ich daher gemeinsam mit euch jungsozialistische Antworten auf diese Themen finden, zu diesen überzeugend sprechfähig sein und politische Bildung in diesem Verband vorantreiben.
Ich freue mich, so viele wie möglich von euch auf der Landeskonferenz zu sehen und davor mit euch ins Gespräch zu kommen. Kommt bei Veranstaltungen im Vorfeld gerne auf mich zu oder schreibt mir eine DM oder Mail. Ich freue mich!