Mandana Bayat
Meine Daten
Geburtsjahrgang: 2001UB/KV: Mönchengladbach
SPD-Mitglied seit: 2020
Berufliche Situation: Masterstudentin im Fach Politische Kommunikation und studentische Hilfskraft bei GESIS
Meine Kandidatur für den Landesvorstand
Zu mir
Hi zusammen, ich bin Mana, 24 Jahre alt, und mittlerweile seit 2020 in der SPD und bei den Jusos. Ich war mehrere Jahre bei den Jusos Mönchengladbach im Vorstand, zwei davon als Vorsitzende und wurde dann 2024 das erste Mal in den Juso-Landesvorstand gewählt. Die Arbeit im Landesvorstand macht mir unglaublich viel Spaß, weswegen ich für eine weitere Amtsperiode kandidiere.
Ich habe meinen Bachelor in Sozialwissenschaften gemacht und studiere momentan im Master Politische Kommunikation an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Nebenbei arbeite ich bei GESIS, dem Leibniz Institut für Sozialwissenschaften, als studentische Hilfskraft.
Ich würde euch gerne ein bisschen was über meine Motivation wieder für den Landesvorstand zu kandidieren erzählen. Ich bin großer Fan von persönlichen Gesprächen. Also: wenn ihr mich kontaktieren wollt, dann macht das bitte!
NRW (Jusos) in guten Händen
Ich bin selbst 2021 das erste Mal mit der Juso- Landesebene in Kontakt gekommen und weiß noch, wie verloren ich mich am Anfang teilweise gefühlt habe. Mir hat es damals geholfen, nette, offene Menschen kennenzulernen, bei denen ich das Gefühl hatte, alles fragen zu können und immer gut aufgenommen zu werden.
Ich bin der Meinung, dass man als Teil des Landesvorstandes erheblich dazu beitragen kann, ein solches Umfeld zu schaffen, in dem sich Menschen so wohl wie möglich fühlen. Mein Ziel ist es daher weiterhin, innerhalb des Verbandes Barrieren abzubauen, Prozesse verständlicher zu gestalten und dafür zu sorgen, dass UB/KVs von der Landesebene inhaltliche Anregungen zur Organisation ihrer Arbeit erhalten können.
Während meiner Zeit im UB-Vorstand und als Juso-Vorsitzende habe ich viel über Gremienarbeit gelernt und will, dass diese Erfahrungen auch für andere zugänglich sind. Daher würde ich gerne weiterhin meinen On-Demand-Input zum 1×1 der Vorstandsarbeit anbieten. Bei verschiedenen Veranstaltungen sowie in UB/KVs durfte ich weitere Workshops zu Themen wie dem Verfassen guter Anträge oder dem Halten von Reden geben. Mir ist es ein Anliegen, dass auch in Zukunft die Möglichkeit besteht, solche handwerklichen Inputs anzufragen.
Wer mich kennt, weiß, dass ich ein riesengroßer Fan von Wahlkämpfen bin. Nächstes Jahr steht die Landtagswahl an und bereits seit Anfang diesen Jahres planen wir im Wahlkampfteam des Landesvorstandes unsere Kampagne. Ich möchte die Arbeit im Landesvorstand sehr gerne fortsetzen und freue mich wirklich auf all die Veranstaltungen und Angebote, die derzeit geplant sind.
Mir machen einerseits der Wahlkampf auf der Straße und das Mobilisieren von Wähler*innen viel Spaß, andererseits aber auch die organisatorische Seite des Ganzen. Geprägt durch mein Studium habe ich besonders viel Freude daran, zu überlegen, wie man als politische Organisation am besten kommuniziert und öffentlichkeitswirksam arbeitet. Ich würde deshalb gerne daran mitwirken, dass wir für die Landtagswahl eine starke Kampagne auf die Beine stellen, die uns nicht nur zusätzliche Stimmen bringt, sondern auch junge Menschen dafür begeistert, bei uns mitzumachen.
Siamo Tutti Antifascisti
Antifaschismus ist und bleibt mein Herzensthema. In meinem Kandidaturschreiben von vor zwei Jahren habe ich beschrieben, wie wichtig es ist, in Bündnissen gegen den Faschismus zu kämpfen und wie sich die politische Linke leider oft selbst im Weg steht, weil sie eher an gegenseitigen Vorwürfen als an gemeinsamen Kämpfen interessiert ist. Jetzt, in 2026, in Zeiten in denen die AfD droht bei Landtagswahlen im Osten die absolute Mehrheit zu erreichen. In Zeiten, in denen es zur Normalität geworden ist, in Parlamenten mit Rechtsextremen zu stimmen, ist es nicht nur nervig, wenn keine breite antifaschistische Reaktion folgt, sondern schlichtweg fahrlässig.
Für mich heißt das konkret, dass wir uns als NRW Jusos auf verschiedenen Ebenen mit Antifaschismus beschäftigen. Einerseits bedeutet das, uns im Rahmen unserer Antifa-Veranstaltungen, an denen ich früher als Antifa-Beauftragte meines Unterbezirks teilgenommen habe und seit zwei Jahren als LaVo-Mitglied mitwirke, inhaltlich weiterzubilden und praktische Angebote wie Demotrainings zu organisieren. Andererseits bedeutet Antifaschismus auf die Straße zu gehen und aktiven Widerstand zu leisten, wie zum Beispiel beim größten europaweiten Naziaufmarsch jedes Jahr um den 13. Februar in Dresden. Antifaschismus beschreibt aber nicht nur eine aktive Handlung, sondern primär eine Haltung. Eine Haltung, die wir konsequent von unserer Partei und anderen demokratischen Parteien erwarten. Daher bedeutet Antifaschismus für mich auch, immer wieder unserer Mutterpartei gegenüber laut zu werden, wenn sie rechte Narrative vorantreibt und damit den Nährboden für rechtes Gedankengut fördert.
Besonders wichtig in der antifaschistischen Arbeit ist für mich das Thema Erinnerungskultur. Ich bin selbst Gründungsmitglied von Tacheles MG, einem Verein für lokale Erinnerungskultur in Mönchengladbach, und will das Thema weiterhin bei den NRW Jusos stark machen. Letztes Jahr waren wir bereits auf Gedenkstättenfahrt, haben uns innerhalb der Antifa-Netzwerkstelle intensiv mit dem Thema beschäftigt und wir besuchen bald das NS-Dokumentationszentrum in Köln. Solche und ähnliche Veranstaltungen würde ich gerne in Zukunft weiterführen.
Solidarität kennt keine Grenzen
Ich behaupte immer, dass ich, als ich in die SPD eingetreten bin, noch gar nicht so stark politisiert war und die eigentliche Politisierung erst durch die Partei kam. Was bestimmte Themen angeht, stimmt das definitiv. Nichtsdestotrotz gibt es Themen wie den Internationalismus, der mich schon von früh an begleitet hat. Als Tochter von Eltern, die jeweils aus verschiedenen Gründen den Iran verlassen haben und als Enkeltochter von Großeltern, die aufgrund ihrer politischen Aktivität und ihres Kampfes für die Demokratie aus ihrer geliebten Heimat flüchten mussten, wusste ich schon sehr früh, dass Menschen nicht überall auf der Welt so frei sein können wie hier. Internationale Konflikte und Kriege sind in vielen Teilen der Welt tagesaktuell und begleiten die Menschen so alltäglich wie uns der Weg zur Schule oder zur Arbeit. Internationalismus ist mit Recht einer unserer Grundwerte, denn solidarisch zu sein heißt immer und überall Haltung zu zeigen und grenzübergreifend an der Seite der Unterdrückten zu stehen.
Internationalismus muss auch im neuen Landesvorstand als Themenfeld behandelt und vorangetrieben werden. Das Thema beschäftigt vor allem heutzutage viele junge Menschen sowie innerhalb als auch außerhalb des Verbandes. Ich würde gerne weiterhin an dem Thema mitarbeiten, Veranstaltungen zu aktuellen internationalen Konflikten und, soweit möglich, besonders auch internationale Vernetzungen organisieren.