Soukaina Errafay
Meine Daten
Geburtsjahrgang: 2006UB/KV: Duisburg
Berufliche Situation: Studium Soziale Arbeit
Liebe NRW-Jusos,
Leeres Wort des Armen Rechte! Leeres Wort des Reichen Pflicht! – so und nicht anders wurde die Internationale 1871 geschrieben und so singen wir sie noch heute. Dass wir dabei noch immer die Bedeutung dieser Zeilen verstehen, zeigt, dass wir leider noch viel zu tun haben. Es ist also wieder Zeit zum Anpacken!
Auf unserer letzten Regionalkonferenz haben mich die Ruhrjusos als Kandidatin für den Landesvorstand nominiert, worüber ich mich unfassbar freue! In diesem Kandidaturschreiben möchte ich euch ein bisschen was über mich und meine Beweggründe erzählen!
Reichtum schützt, Armut straft
Abschaffung Bürger*innengeld, fehlende Soziale Infrastruktur und prekäre Wohnraumsituation- Die aktuelle Politik ist ungerecht und knallhart. Soziale Sicherheit darf kein Erpressungsinstrument sein- gerade nicht im ohnehin angespannten Arbeitsmarkt. Eine sichere Existenz sollte kein Luxusgut sein, die soziale Herkunft nicht über unsere Bildungs- oder Berufschancen entscheiden.
Soziale Gerechtigkeit und Antiklassismus gehören zu meinen Herzensthemen, einerseits weil ich durch mein Studium in der Sozialen Arbeit natürlich auch die strukturelle und systemische Arbeit kennenlerne, wo man soziale Ungerechtigkeit hautnah erlebt. Dies zeigt: Gute soziale Strukturen sind dort unglaublich ausschlaggebend für das Gelingen von Hilfsmaßnahmen! Auf der anderen Seite bin ich jedoch auch selbst in Armut aufgewachsen und kenne die Risiken von mangelnder sozialer Infrastruktur aus erster Hand. Für mich ist klar: Diskriminierung aufgrund von Armut oder Bildungsweg muss ernst genommen und bekämpft werden, auch bei uns im Verband. Als Landesvorstandsmitglied würde ich gerne unter anderem gemeinsam mit euch die Klassismus -Vernetzung wieder aufbauen, um Raum zu schaffen über Erfahrungen zu sprechen und unsere Innere Verbandskultur zu reflektieren und verändern.
Feminismus- Aber antirassistisch, klassenbewusst und queer!
Intersektionalität gilt als eines der wichtigsten Tools in unserer feministischen Arbeit, denn echter Feminismus muss auch aus einer mehrfachdiskriminierten Perspektive betrachtet werden. Immer wieder sehen wir jedoch, wie die feministische Arbeit in unserem Verband und in den einzelnen UBKVs Lücken und Ausbaupotenzial aufweist. Sehr zentral wäre es mir deshalb die Empowerment- und Vernetzungsstruktur zu verbessern, welche gerade nicht optimal angenommen wird. Unser Verband hat den Anspruch niemals eindimensionale Politik zu machen, aber das gelingt nur wenn wir die unterschiedlichen Lebensrealitäten mitdenken und unsere eigenen Strukturen überprüfen. Denn ein Verband, der intersektional denkt ist nicht nur gerechter- sondern auch politisch stärker!
Und zu mir?
Ich bin Soukaina, bin 19 Jahre alt und komme aus dem UB Duisburg, wohne aber gerade in Essen. Ich bin jetzt seit 3 Jahren bei den Jusos aktiv, unter anderem eben aktuell hier im Vorstand der Ruhrjusos, in der Awarenesskommission auf Landesebene und im Vorstand der Duisburger Jusos als Antifa-Beauftragte.
Neben der Arbeit in diesen Gremien konnte ich mich aber auch über die vergangenen Jahre hinweg durch meine zahlreiche Teilnahme an Landesveranstaltungen mit unzähligen tollen Menschen vernetzen und viele Eindrücke sammeln. Ich habe meine politische Heimat in diesem Verband gefunden und freue mich weiterhin und in neuer Stärke für ihn alles zu geben.
Außerhalb der Jusos bin ich viel mit Freund*innen unterwegs, leidenschaftlicher Kraftklubfan und seit Neuestem in der Frauenfußball-Bubble. Ich arbeite im AStA der Uni Duisburg-Essen und bin Parlamentarierin im Studierendenparlament. Ich freue mich euch bei der Landeskonferenz zu sehen!
Eure Soukaina