Wer wir sind

Juso-Hochschulgruppen NRW

Wieso sind die Zugangsbedingungen für ein Hochschulstudium immer noch so exklusiv?

Wieso kommt eigentlich immer wieder irgendwer mit der Idee der Studiengebühren um die Ecke?

Was soll der Blödsinn mit der Regelstudienzeit?

Wieso geht es immer nur um Credit Points anstatt einfach mal Foucault zu lesen?

Was macht eigentlich McKinsey in meinem Hörsaal?

Wieso sind studentische Hilfskräfte immer nur befristet angestellt?

Wieso müssen Studierende trotz BAföG neben dem Studium arbeiten?

Wieso gibt es immer noch viel mehr Männer als Frauen in der Wissenschaft?

Was können wir gegen reaktionäres Gedankengut von Burschis tun?

Warum muss ich so viele Kriterien erfüllen, um mal ein Semester im Ausland zu studieren?

Wenn auch Dich diese Fragen beschäftigen, dann bist du bei den Juso-Hochschulgruppen genau richtig!

 

Wir sind der Studierendenverband der Jusos und der SPD und setzen uns bundesweit mit 80 aktiven Hochschulgruppen für ein selbstbestimmtes und gerechtes Studium ein. Mit 15 Hochschulgruppen in NRW sorgen wir in den örtlichen Studierendenvertretungen und den Gremien der akademischen Selbstverwaltung dafür, die Hochschule zu einem inklusiven, internationalistischen und feministischen Ort zu machen, an dem Chancengleichheit wirklich umgesetzt wird! So setzen wir uns zum Beispiel dafür ein, dass die studierendenfreundlichen Regelungen des Hochschulgesetzes, das im September 2014 beschlossen wurde, umgesetzt werden. Zurzeit kämpfen wir dafür, dass die gesetzeswidrigen Anwesenheitspflichten endgültig abgeschafft werden.

Außerdem zeigen wir der SPD permanent, wo der Schuh drückt und wo Bundes- und Landespolitik ansetzen muss, um jungsozialitischen Anforderungen an Lebens- und Studienbedingungen gerecht zu werden. Bei bildungspolitischen Organisationen sind die Juso-Hochschulgruppen als kompetente Gesprächspartnerinnen und Sachverständige geschätzt. Zusätzlich bewegen wir uns auch aus dem bildungs- und wissenschaftspolitischen Bereich raus und entwickeln gemeinsam mit den Jusos Positionen zu verschiedensten politischen Fragestellungen.

 

Wie kannst du mitmachen?

Die Juso-Hochschulgruppen sind für alle offen, die an einer zukunftsgewandten und emanzipatorischen Politik an den Hochschulen interessiert sind. Bei uns kannst du auch ohne Parteimitgliedschaft mitarbeiten. Basis und Schwerpunkt der Juso-Hochschulgruppen ist die Arbeit vor Ort. Ob du auch an deiner Hochschule eine Juso-Hochschulgruppe findest, kannst du der Liste entnehmen. Da Bildungspolitik auf Länder- und Bundesebene entschieden wird, sind die Juso-Hochschulgruppen auch dort organisiert. Hier treffen wir uns regelmäßig zu Landes- und Bundeskoordinierungstreffen um Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Projekte zu planen und um Beschlüsse zu fassen.

 

Inhaltliche Schwerpunkte

Mehr Chancengleichheit im Bildungssystem!

Schlechte Ideen sollte man einfach mal ruhen lassen! Lange haben wir für die Abschaffung der Studiengebühren gekämpft, doch immer wieder kommen konservative und liberale Politiker*innen auf die Idee, dass Studiengebühren doch sinnvoll sind. Für uns sind sie es nicht! Deshalb haben wir ein Auge auf jegliche Gebühren, die für Studierende anfallen. Die BAföG-Reform von Frau Wanka im Winter 2014/15 reicht noch lange nicht aus, hier muss viel mehr passieren! Vor Ort machen wir die Kommunen darauf aufmerksam, dass günstiger Wohnraum geschaffen wird. Denn Chancengleichheit heißt, dass Studieren nicht vom eigenen Geldbeutel oder dem Kontostand der Eltern abhängen darf.

Chancengleichheit heißt aber auch, dass wir die Gleichstellung aller Geschlechter im Bildungssystem vorantreiben und der Zugang zum Studienplatz nicht von der Migrationsgeschichte abhängt!

 

Mehr Demokratie an den Hochschulen!

Diese Forderung muss für alle Hochschulen gelten. Undemokratisch gewählte Hochschulräte, bei denen sogenannte „Expert*innen“ über die Finanzierung der Hochschule entscheiden, obwohl sie mit dieser gar nichts zu tun haben, sind für uns nicht akzeptabel! Die studentische Selbstverwaltung muss weiter ausgebaut werden. Alle Gremien an den Hochschulen müssen paritätisch, das heißt fair zwischen den Statusgruppen der Studierenden, der wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen, der nicht-wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und Professor*innen sowie der Geschlechter besetzt werden.

 

Für eine qualitative Studienreform!

Jegliche Reformbewegungen, die sich vor allem an den Bedürfnissen des Marktes und der Wirtschaft orientieren, lehnen wir entschieden ab. McKinsey und andere Unternehmen haben nichts in unseren Hörsälen zu suchen! Dennoch muss sich das Studium verändern: Eine Öffnung der Hochschulen, die Integration von Weiterbildung, die Inklusion aller Studierender, engere internationale Zusammenarbeit und einen Ausbau der Studienmöglichkeiten im Ausland sind gut und richtig. Außerdem nehmen wir den Bund und das Land in die Pflicht, Hochschulen auszufinanzieren. Die Frage ist also nicht Studienreform: ja oder nein, sondern wie. Eine qualitative Studienreform wollen wir mitgestalten!

 

Gegen reaktionäres Gedankengut!

Die Ideologie von Burschenschaften und Verbindungen ist von Nationalismus, Exklusivität und der Ungleichstellung der Geschlechter geprägt. Solches Gedankengut hat an unseren Hochschulen nichts zu suchen!

 

Gute Arbeit an den Hochschulen!

Leider müssen studentische Beschäftigte zu oft zum Ende jedes Semesters (oder sogar alle drei Monate) bangen, dass ihre Arbeitsverträge verlängert werden. Die Bezahlung ist auch nur ein kleines Zubrot, reicht aber lange nicht, wenn Mensch davon leben muss. Gerade für Promovierende stellt das ein großes Problem dar. Wir müssen dringend den prekären Arbeitsverhältnisse Einhalt gebieten!

Ansprechpartner für die Juso-Hochschulgruppen auf NRW-Ebene ist Julius Övermeyer.