Das Wahlkampfhandbuch

Das Wahlkampfhandbuch

Das Wahlkampfhandbuch ist folgendermaßen gegliedert:

  • Wahlkampfaktionen: Hier findet Ihr Corona-gerechte Ideen für den Straßen- und Haustürwahlkampf
  • Themen und Argumente: Hier gibt es eine Auflistung unserer wesentlichen kommunalpolitischen Themen inklusive Forderungen und Argumenten
  • Kampagne: In unseren digitalen Seminaren im Juni haben wir Euch bereits erklärt, wie Ihr online und offline Wahlkampagnen entwickelt. Eine ausführliche Zusammenfassung findet Ihr hier im Handbuch. 

Außerdem findet Ihr in unserem Shop Flyer, Karten, Merch und andere schönen Gadgets für den Wahlkampf. Falls Ihr weitere gute und kreative Aktionsideen habt, dann schickt sie uns oder verlinkt uns in den Sozialen Medien. Und denkt daran, bei allem gilt: Unser Wir braucht Dich!

Kommunalwahl Corona-Approved

Am 13. September steht die Kommunalwahl ins Haus. Sie steht dieses Jahr unter einem ganz besonderen Vorzeichen, denn das allumfassende Thema wird wahrscheinlich auch bis dahin noch die Corona-Epidemie sein. Damit gehen neue Herausforderungen für unseren Wahlkampf und unsere inhaltlichen Forderungen einher, denn wie erreichen wir gerade in der sogenannten „heißen“ Wahlkampfzeit Menschen, wenn physischer Kontakt weitestgehend vermieden werden soll? Und wie begeistern wir unsere Mitbürger*innen für unsere Themen und Kandidierenden, wenn sich die Sorgen vieler gerade um Gesundheit, finanzielle Sicherheit und andere, neue Zukunftsängste drehen?

Diese jungen Leute

Fangen wir mit etwas Positivem an: Laut der Shell Jugendstudie 2019 bleibt das politische Interesse junger Menschen, also unserer Zielgruppe, stabil (41%). Die Bereitschaft sich selbst stärker politisch zu engagieren ist in den letzten Jahren außerdem auf 34% gestiegen. Sprich: Jungen Menschen ist eine idealistische Weltsicht und sinnstiftende Arbeit wichtig. Auch gut für uns: Die Zufriedenheit mit unserer Demokratie steigt weiter kontinuierlich an (77%). Aber: Politische Parteien haben einen negativen Ruf. Dieser ist in den letzten Jahren sogar leicht angestiegen und es fällt grundsätzlich auf, dass Jugendliche anfällig für populistische Aussagen sind. Das kann gerade im Hinblick auf die Wirkkraft der AfD und weiterer Rechter Parteien und Organisationen höchst problematisch sein.

Wir Jusos zeichnen uns – im Gegensatz zu anderen politischen Jugendorganisationen – auch dadurch aus, unsere eigene Partei kritisch zu begleiten. Das sollten wir – und auch die SPD – als Stärke begreifen, denn durch unsere ehrliche Kritik sind wir glaubwürdig und können unsere Inhalte und Kandidierenden gut präsentieren. Glaubwürdigkeit und Standhaftigkeit sind die Grundvoraussetzungen dafür, ehrlich auf die Menschen zuzugehen und der Politikverdrossenheit in unserer Generation entgegenzutreten.

Diese SPD

Wir haben es häufig genug nicht leicht mit unserer Mutterpartei und mussten dafür in den letzten Wahlkämpfen auch einiges an Beschimpfungen über uns ergehen lassen. Aber die SPD hat in den letzten Wochen und Monaten einen sehr guten Job gemacht. Das aktuelle Konjunkturpaket kann sich absolut sehen lassen und trägt die Handschrift der SPD. Dieses Paket ist nicht nur eine reine Reaktion, sondern es weist in die Zukunft. Die zwingend notwendige Transformation der Wirtschaft wird konkreter angepackt und gleichzeitig werden die Menschen, die mit unteren oder mittleren Einkommen leben müssen an vielen Stellen besser gestellt. Hier gibt es alle Einzelheiten zum Konjunkturpaket. Aber auch die Grundrente als eines der zentralen Kernanliegen der SPD konnte umgesetzt werden.

Und das kommt auch daher, weil wir Jusos jahrelang für entsprechende Beschlusslagen gekämpft haben. Auf dem Bundesparteitag konnten wir die unredliche „Schwarze Null“ beerdigen und zuvor haben wir in NRW bereits entsprechende Beschlüsse auf Betreiben der Jusos herbeiführen können. Wir sind also treibender und konstruktiver Teil in unserer SPD und das sehen wir auch bei dieser Kommunalwahl. Es gibt sehr, sehr viele Jusos, die für die verschiedensten Ämter am 13. September kandidieren und diese brauchen unseren Support, damit auch in den Kommunen frische, jungsozialistische Ideen umgesetzt werden können.

Was nehmen wir also aus der aktuellen Situation mit? Kämpfen lohnt sich! Das können wir nur gemeinsam und auf allen politischen Ebenen, also auch der kommunalen. Und wie das geht, erfahrt Ihr hier.

Die richtige Ansprache

Insgesamt sind junge Menschen eine hart umkämpfte Zielgruppe politischer Parteien. Sie sind noch nicht so festgelegt wie ältere Wähler*innen, haben aber auch klare politische Forderungen. Laut der aktuellen Shellstudie sind Themen, die Jugendliche besonders bewegen der Klimawandel und die Umweltverschmutzung, steigende Armut und Arbeitslosigkeit, sowie Ausländerfeindlichkeit und Gewalt. Genau bei diesen Themen haben wir starke Antworten. Und diese gilt es zu transportieren!

Doch wie erreichen wir junge Menschen? Und wie bleiben wir dabei motiviert? Wir alle werden diesen Wahlkampf, wie auch die vorherigen und die nächsten, ehrenamtlich bestreiten. Wir machen Werbung für eine Partei, die es uns, unabhängig auf welcher Ebene, nicht immer leicht macht. Und einige von uns kandidieren selbst zum ersten Mal und sehen sich dadurch noch einem zusätzlichen Druck ausgesetzt. Gerade deshalb müssen wir klar definieren, wen wir wie und wann ansprechen wollen. Denn dann haben wir ein riesiges Potential an jungen Wähler*innen und auch vielen Erstwähler*innen. Hierbei dürfen wir uns nicht auf unser eigenes Milieu beschränken, denn der Großteil von uns hat einen ähnlichen gesellschaftlichen Background: Politik-interessiert mit guter Ausbildung. Menschen aus diesem Milieu anzusprechen fällt uns einigermaßen leicht. Für uns muss die Welt aber größer sein: Dafür ist es wichtig, dass unsere Aktionen und unsere Ansprache möglichst viele (junge) Menschen erreicht. Seht dieses Wahlkampfhandbuch dafür als Anregung.