Avatar of Pressestelle Pressestelle - 29. Januar 2018 -   Pressemitteilung

Stoppt den türkischen Angriff auf kurdische Gebiete in Syrien und im Irak

Solidarität mit Afrin! Solidarität mit Rojava!

Angesichts der massiven Angriffe durch die türkische Armee auf kurdische Städte, Dörfer und Stellungen im Syrien und im Irak, erklärt Frederick Cordes, Landesvorsitzender der NRW Jusos:

„Wir verurteilen die türkischen Angriffe aufs Schärfste. Die kurdischen Einheiten, insbesondere die YPG und YPJ in Syrien, waren lange Zeit die einzigen Bodentruppen, die sich der Terror- und Mörderbande „Islamischer Staat“ entgegengestellt und sie so aufgehalten haben. Nicht umsonst galten Rojava, also die freien kurdischen Gebiete in Syrien, und die autonome kurdische Region im Irak für viele Verfolgte und Flüchtlinge als einzige sichere Schutzräume in der gesamten Region. Der hinterhältige Angriff auf diese vorderste Front gegen den Terror darf durch die Staaten des Westens nicht hingenommen werden, auch wenn der Aggressor NATO-Partner ist.“

Fabian Bremer, Mitglied des Landesvorstands der NRW Jusos, ergänzt: „Wir verstehen den Frust unserer BündnispartnerInnen in Deutschland, wenn sie sehen müssen, wie deutsche Panzer unter türkischer Fahne auf kurdische Städte vorrücken. Dass sich die kurdischen Einheiten dabei mit deutschen Raketen verteidigen, mit denen sie im Kampf gegen den IS ausgestattet wurden, offenbart nur die ganze Absurdität der deutschen Rüstungs-Export-Politik. Wir fordern die Bundesregierung auf, die Waffenexporte in die Türkei sofort einzustellen und gegenüber Erdogan endlich die Politik der freundlichen Worte durch eine Politik der klaren Kante zu ersetzen!“

Die NRW Jusos hatten bereits 2014 ihre Solidarität mit Rojava erklärt, als dort der Vormarsch des "IS" unter großen Opfern aufgehalten und zurückgeworfen wurde und haben in den letzten Jahren immer wieder auch mit kurdischen Jugendverbänden kooperiert.

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Freiheit

ist für uns Jusos ein zentrales politisches Ziel. Wir begreifen Freiheit als einen Zustand, der dem/der Einzelnen die Möglichkeit gibt, so zu leben, wie er/sie es möchte, ohne durch diese Wahl Benachteiligungen zu erfahren. Wir wollen dies durch einen sozialen und gerechten Staat mit gleichen Lebensbedingungen für alle ermöglichen. Ein freies, selbstbestimmtes Leben kann nur erreicht werden, wenn der Zugang zu öffentlichen Gütern für alle Menschen unter gleichen Bedingungen möglich ist.

Gerechtigkeit

bedeutet für uns, dass allen Menschen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, sozialer Stellung und Vorlieben die gleichen Möglichkeiten und die gleiche Teilhabe an Wohlstand und Macht zukommen. Wir meinen damit konkret gleiche Teilhabe an Bildung, Arbeit, sozialer Sicherheit, Kultur und Demokratie sowie gleichen Zugang zu allen öffentlichen Gütern. Hierfür zu kämpfen ist notwendig, denn oft wird Gesellschaft auf Ökonomie verkürzt verstanden. Dies führt zu Ungleichheit und somit auch Ungerechtigkeit.

Solidarität

Ihr hat Bertold Brecht gleich ein ganzes Lied gewidmet. In diesem Lied, das er vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise zwischen 1929 und 1930 geschrieben hat, ruft er alle ArbeiterInnen auf der ganzen Welt auf sich zusammenzuschließen. Gemeinsam soll das Proletariat den bestehenden Ungerechtigkeiten und Ausbeutungen durch die Herrschenden entgegentreten und sich dadurch aus seiner eigenen Armut befreien.