Avatar of Pressestelle Pressestelle - 29. April 2018 -   Pressemitteilung

NRW Jusos melden inhaltliche und personelle Ansprüche im Erneuerungsprozess an

Juso-Kandidat*innen für SPD-Landesvorstand einstimmig nominiert

Keine zwei Monate vor Landesparteitag der NRWSPD, kam am Sonntag der Juso-Landesausschuss in Düsseldorf zusammen. In einer konstruktiven Debatte formulierten die Delegierten des 18.000 Mitglieder fassenden Landesverbandes gegenüber dem vorgeschlagenen neuen SPD-Führungsduo, Sebastian Hartmann und Nadja Lüders, die eigenen Ansprüche für den Parteierneuerungsprozess. 

„Der Erneuerungsprozess ist für uns Jusos noch lange nicht abgeschlossen, sondern fängt jetzt erst richtig an. Die SPD muss wieder als starke, linke Volkspartei erkennbar sein. Dafür werden wir Jusos auf dem Landesparteitag kämpfen und dazu beitragen, dass die nordrhein-westfälische Sozialdemokratie wieder eine eigene politische Erzählung des Aufbruchs entwickelt. In dieser fordern wir eine klar erkennbare Abkehr von der neoliberalen Agenda-Politik. Stattdessen muss der klare Wille nach mehr sozialer Gerechtigkeit und staatlichen Investitionen oberste Priorität erhalten und der Armut sowie dem politischen Rechtsruck der Kampf angesagt werden. Mit einem klar erkennbaren sozialen Profil wollen wir dazu beitragen, dass die SPD wieder die NRW-Partei wird“, führt Frederick Cordes, Vorsitzender der NRW Jusos auf und ergänzt: „Neben unseren inhaltlichen Forderungen stellen wir auch personell Ansprüche an die Landespartei. Mit Veith Lemmen haben wir zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte der NRW Jusos einen Kandidaten für den stellvertretenden Parteivorsitz nominiert. Das spiegelt im Kern unsere Forderung wider: Wir Jusos wollen nicht mehr nur von der Seitenlinie unsere Ratschläge geben, sondern noch stärker in den entscheidenden Parteigremien unsere Positionen und Inhalte vertreten. Wenn die Partei den Erneuerungsprozess ernstnehmen will, braucht es mehr als Lippenbekenntnisse. Mit unserem Kandidat*innen-Team wollen wir daher unseren inhaltlichen Gestaltungsanspruch personell untermauern.“

Neben den ehemaligen Juso-Vorsitzenden Lemmen, haben die Delegierten auch Frederick Cordes, Lena Oerder, Anna Spaenhoff und Isabel Razanica für Beisitzer*innen-Positionen im SPD-Landesvorstand nominiert.

 

Die Juso-Kandidat*innen für den SPD-Landesvorstand:

Veith Lemmen (34, Dortmund, Referent), ehemaliger Vorsitzender der NRW Jusos (2010-2014), derzeit Mitglied im SPD-Landesvorstand

Frederick Cordes (32, Oberhausen, Büroleiter),seit 2014 Vorsitzender der NRW Jusos, davor verschiedene Positionen bei den Jusos und der SPD in Oberhausen und auf Landesebene

Lena Oerder (32, Köln, Rechtsanwältin), seit 2014 Mitglied im Juso-Landesvorstand, davor verschiedene Positionen bei den Jusos und der SPD in Köln

Isabel Razanica (24, Essen, Referentin), ehemalige stellvertretende Vorsitzende der Jusos Essen, Mitglied im Unterbezirksvorstand der Essener SPD

Anna Spaenhoff (29, Dortmund, Projektmitarbeiterin), seit 2014 Mitglied im Juso-Landesvorstand, zudem in verschiedenen Positionen bei der SPD-Dortmund

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Freiheit

ist für uns Jusos ein zentrales politisches Ziel. Wir begreifen Freiheit als einen Zustand, der dem/der Einzelnen die Möglichkeit gibt, so zu leben, wie er/sie es möchte, ohne durch diese Wahl Benachteiligungen zu erfahren. Wir wollen dies durch einen sozialen und gerechten Staat mit gleichen Lebensbedingungen für alle ermöglichen. Ein freies, selbstbestimmtes Leben kann nur erreicht werden, wenn der Zugang zu öffentlichen Gütern für alle Menschen unter gleichen Bedingungen möglich ist.

Gerechtigkeit

bedeutet für uns, dass allen Menschen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, sozialer Stellung und Vorlieben die gleichen Möglichkeiten und die gleiche Teilhabe an Wohlstand und Macht zukommen. Wir meinen damit konkret gleiche Teilhabe an Bildung, Arbeit, sozialer Sicherheit, Kultur und Demokratie sowie gleichen Zugang zu allen öffentlichen Gütern. Hierfür zu kämpfen ist notwendig, denn oft wird Gesellschaft auf Ökonomie verkürzt verstanden. Dies führt zu Ungleichheit und somit auch Ungerechtigkeit.

Solidarität

Ihr hat Bertold Brecht gleich ein ganzes Lied gewidmet. In diesem Lied, das er vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise zwischen 1929 und 1930 geschrieben hat, ruft er alle ArbeiterInnen auf der ganzen Welt auf sich zusammenzuschließen. Gemeinsam soll das Proletariat den bestehenden Ungerechtigkeiten und Ausbeutungen durch die Herrschenden entgegentreten und sich dadurch aus seiner eigenen Armut befreien.